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Willkommen

Willkommen

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Osteopathie und insbesondere für eine Ausbildung in dieser modernen Behandlungsmethode interessieren. Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über die  Ausbildung am College Sutherland.

Seit 1973 bildet das College Sutherland das berufsbegleitende Studium zum Osteopathen an. 1998 haben wir aufbauend auf den Erfahrungsschatz vergangener Jahre die erste Vollzeitschule für Osteopathie in Hamburg eröffnet. Das ECOM feierte nunmehr 2013 bereits das 15-jährige Bestehen.

Seit 2012 bieten einige gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten eine Kostenerstattung von  osteopathischen Behandlungsmaßnahmen an.  Mit einem Abschluss am College Sutherland verfügen Sie als Physiotherapeut über die seitens der Krankenkassen geforderten Voraussetzungen zur Abrechnung.Absolventen des College wird künftig die Möglichkeit geboten das Studium bis zum Bachelor- bzw. Master- abschluss weiterzuführen. Die Akademisierung der  Osteopathie ist ein weiterer wichtiger Schritt zur  Anerkennung Ihres künftigen Berufes und das  europaweit.

Wenn Sie eine Information auf diesen Seiten vermissen, dann fordern Sie ein Infoheft an, besuchen Sie uns mit einer Hospitation  oder schreiben Sie uns bitte direkt an.

Bis bald am College,

Jan Philipp Risop & Joris Van Perteghem

 


 

Osteopathie

Am College Sutherland lehren wir nach der Tradition der alten Lehrmeister Still und Sutherland und dem ständig wachsenden medizinischen Wissen der heutigen Zeit. Ein Hauptanliegen des College Sutherland ist dabei die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Studenten. Gefragt ist die Individualität eines jeden Studenten in den Behandlungen. Wir schaffen die Basis zur freien Entfaltung dieser Individualität. Es geht hier um Kreativität und eine Kunst. Die Kunst, den Patienten immer wieder neu anzuschauen, die Kunst, das osteopathische Denkmodell umzusetzen und die Kreativität, jeden Patienten individuell zu behandeln. Dieser moderne, populäre und heute viel gefragte Beruf ist eine Alternative zum Medizinstudium. Die Arbeit als Osteopath erfordert neben hervorragenden anatomischen Kenntnissen ein hohes Maß an Leidenschaft und Kreativität. Die Leidenschaft entsteht, wenn wir das osteopathische Modell verstanden haben und es benutzen. Wir arbeiten dann nicht mehr nach Schema, sondern passen unsere Möglichkeiten an jeden Patienten neu an. Dieses Feuer möchten wir bei unseren Studenten entfachen.

Wir zeigen Ihnen, wie man mit wenig Energie viel erreicht. Wir wollen, dass Sie wissen wie sich eine erfolgreiche Behandlung und die daraus resultierende Zufriedenheit und Akzeptanz zwischen Patient und Therapeut anfühlt. Auch unsere hochkarätigen Dozenten waren mal Studenten. Mittlerweile unterrichten sie zum Teil seit 30 Jahren, arbeiten darüber hinaus in ihrer eigenen Praxis und geben ihr Wissen an unsere Studenten weiter. Die lange Tradition sorgt dafür, dass viel aus der Praxis der erfahrenen Dozenten in den Unterricht eingebracht und an die jüngeren Dozenten vermittelt wird.  In der Osteopathie beschäftigen wir uns nicht so viel mit Krankheit, wir gehen einen anderen Weg und benutzen eine andere Sichtweise. Wir fragen uns, warum der Mensch krank geworden ist und warum er seine Selbstheilungskräfte nicht mehr mobilisieren kann. Normalerweise verfügt der Mensch über ein ausgefeiltes System der Selbstheilung. Selbst bei Affen in der freien Wildbahn heilen Knochenbrüche ohne Hilfe von außen. Die Kunst ist es, die Selbstheilungskräfte wieder in Gang zu bringen, damit der Körper wieder heilen kann. Auf kleiner Ebene werden Zellen repariert. Nerven regenerieren sich in ihrer Nervenhülle, solange diese nicht geschädigt ist, selbst die DNA hat Reparaturmechanismen, wie wir inzwischen wissen. Gene können an- und abgeschaltet werden, weil vor jeder Gensequenz ein Schalter sitzt. Auf einer weiteren Ebene werden Muskeln  und Knochen bei Verletzungen erneuert und es kommt zu einer Spontanheilung.

Somit stellt sich die Frage, warum der natürliche Spontanheilungsprozess bei einigen Menschen nicht funktioniert. Wie kommt es, dass es auch Menschen gibt, die ihr Leben lang rauchen, sich ungesund ernähren    und nie krank werden?Warum versagt die Gesundheit in anderen Fällen, bei denen sich Menschen genug bewegen und gesund  ernähren und warum kann der Körper seine Selbstheilungskräfte nicht mehr mobilisieren bzw. aktivieren?Wir nutzen das seit Jahren wachsende, medizinische Wissen, allerdings mit einer anderen Sichtweise. Wir versuchen zu verstehen, was im Körper nicht gut funktioniert, warum der Mensch krank geworden ist und warum der Selbstheilungsmechanismus nicht in Gang kommt. Warum funktioniert die Selbstheilung auf makroanatomischer oder histologischer Ebene nicht mehr? Warum verändert sich die Statik des Patienten und warum entwickeln sich Skoliosen?

Wie können wir Einfluss auf das Gewebe nehmen? Wie beeinflussen wir Zellen, die Durchblutung, Nervenversorgung, Steuerungsebenen, hormonelle Systeme, Flüssigkeitsverteilung, oder die Aufnahme von Nährstoffen und den Stoffaustausch? Eine wichtige Aufgabe des Osteopathen ist ein fundiertes Wissen über die Differentialdiagnostik zu entwickeln, um zu unterscheiden, was in den Aufgabenbereich des Osteopathen fällt und was in den des Arztes. Wie kann der Osteopath den Menschen so beeinflussen, dass die Selbstheilungskräfte wieder aktiviert werden? Dazu haben wir verschiedene Möglichkeiten: In der Osteopathie gehen wir davon aus, dass der Körper sich immer selbst heilt und regeneriert, wenn er die Möglichkeiten dazu hat. Wenn der Körper es alleine nicht mehr schafft, versuchen wir heraus zu finden, zu erspüren, warum der Körper keine Möglichkeit zur Selbstheilung hat. Wir als Osteopathen verändern das System und ermöglichen so, dass die Selbstheilungskräfte angeregt werden.

Der Gründer der Osteopathie, Andrew Taylor Still hat den Menschen mit einer Maschine verglichen und die Aussage getroffen: „Wenn ein Zahnrad nicht funktioniert, funktioniert die ganze Maschine nicht.“ Das klingt so mechanisch, aber er meinte damit, dass ein kleiner Teil im Körper den kompletten Rest beeinträchtigen kann. Wenn wir diesen kleinen Teil, im übertragenen Sinn das Zahnrad, wieder gängig machen, kann damit der Körper wieder gut funktionieren. Als Osteopath haben wir die Aufgabe, das nicht funktionierende Zahnrad zu finden. Wir brauchen dafür das Wissen der Anatomie, Histologie, Biokybernetik und auch der Pathologie.Der Mensch ist ein natürliches Wunderwerk! Wenn wir Patienten untersuchen, gehen oft schon 3 oder 4 Zahnräder nicht mehr und der Mensch funktioniert dennoch fast tadellos. Der Mensch hat die Möglichkeiten seine Defizite lange zu kompensieren. Wenn ein Wirbel blockiert ist, übernehmen die anderen Wirbel die Aufgabe. Wenn eine Hüfte nicht mehr so beweglich ist, übernehmen die Iliosakralgelenke und die Kniegelenke die Aufgabe. Das funktioniert natürlich mit einem erhöhten Verschleiß, bis das ganze System nicht mehr funktioniert oder vermehrt Schmerzen auftreten. Die Aufgabe des Osteopathen besteht darin herauszufinden, wo die Hauptursache liegt und nicht ihre Folge. Wo muss ich mit der Behandlung anfangen, damit ich das „Knäuel“ wieder auflösen kann?

Die Schüler lernen in der Ausbildung den ganzen Menschen zu behandeln, aber auch die Techniken für ein Gelenk und vieles mehr. Wir wollen Ihnen die Sicherheit geben eine gute osteopathische Behandlung durchzuführen.  Sie lernen die Selbstheilungskräfte im Körper zu aktivieren, mit einem anderen Blickwinkel der Pathologie, die zur Heilung des Patienten führt. Die Freiheit, unabhängig von Ärzten zu behandeln. Neben dem ganzen Wissen bauen wir unsere Palpationsfähgkeiten in der Ausbildung so aus, dass wir mit den Händen fühlen können, an welcher Stelle wir behandeln müssen und der Körper gibt die Richtung vor, in die wir behandeln.